Schriftzug Balancefilm

Dokumentarfilm

Schwerpunkt sind Themen aus Kultur und Geschichte, primär aus dem sächsischen Umfeld, teilweise als Eigenproduktionen, aber auch TV- oder anderweitige Auftragsproduktionen. So dokumentiert das Unternehmen beispielsweise seit mehr als 17 Jahren den Wiederaufbau des Dresdner Schlosses, eine der längsten und umfangreichsten Baudokumentationen Europas. Finanziert wird dieses aufwendige Vorhaben durch den Freistaat Sachsen. 

Doch die Aktivitäten gehen auch über den sächsischen Tellerrand hinaus. Die Dreharbeiten führten das Team u.a. auch nach Japan, Argentinien und in die USA.

„Baudokumentation über den Wiederaufbau des Dresdner Schlosses“

Seit 1986 wird das Dresdner Residenzschloss wieder aufgebaut. Von Beginn an wurde dieser Wiederaufbau filmisch dokumentiert. Balance Film konnte die durch das Dresdner DEFA-Studio für Trickfilme / Abteilung Realfilm begonnene Dokumentation im Auftrag des Freistaates Sachsen (Sächsisches Ministerium für Finanzen / SIB) 1991 übernehmen und erfolgreich bis in die Gegenwart fortsetzen. 
Die Dokumentation umfasst neben der Darstellung der Bauarbeiten in allen Phasen und den Restaurierungsarbeiten auch die ersten Zwischennutzungen für Ausstellungen, Kolloquien, Konzerte und Feste. Aber auch „kleine“ Geschichten, vor allem um selten geworden Gewerke, sind Bestandteil dieser Dokumentation: die Sgraffito-Künstler, die dem Großen Schlosshof das Aussehen der Renaissance zurückgeben, der Uhrmacher, der die komplizierte Mechanik der Turmuhr rekonstruiert, die Kupferklempner, die der filigranen Dachlandschaft ihr detailgetreues Erscheinungsbild wiedergeben oder die Bildhauer, die den reichen plastischen Schmuck restaurieren. 
Nach inzwischen 24 Jahren der filmischen Begleitung – und mit über 270 Stunden Rohmaterial – ist dies Deutschlands ausführlichste Baudokumentation. 

„Oktoberfilm“

2009, 30 min 
Regie: Ralf Kukula, Fotocollagefilm 
„Oktoberfilm“ ist eine experimentelle Foto- und Klangcollage zu den Herbstereignissen 1989 in Dresden nach einer Idee von Friedrich-Wilhelm Junge und Klaus Dieter Kirst. Konzipiert ist dieser Film als eine emotionale „Erinnerungsmaschine“ für jene, die die Ereignisse in Dresden vor 20 Jahren miterlebt oder sogar mitgestaltet haben. Für jene, die diese so genannte friedliche Revolution nicht aus eigenem Erleben kennen, werden Hintergründe erhellt, und bekannte Zusammenhänge erscheinen in neuem Licht. 
Regie: Ralf Kukula 
Text: Durs Grünbein 
Musik: Frieder Zimmermann 
Sprecher: Friedrich-Wilhelm Junge 
Schnitt: Marc Thomas 
Fotografie: David Adam, Hans Ludwig Böhme, Joachim Brückner, Erwin Döring, Steffen Giersch, Elisabeth Groh, Marion Gröning, Marian Günther, Ulrich Hässler, Matthias Hiekel, Thomas Hiltmann, Gunter Hübner, Hanna Jähnig, Tom Klingbeil, Wolfgang Kluge, Waltraud Kossack, Antje Kukula, Kostas Margitudis, Hans-Dieter Opitz, Rigo Pohl, Dorothea Richter, Matthias Rietschel, Sven Ove Schindler, Christian Schreiterer, Anne Simmich, Günter Starke, Klaus Thiere, Detlef Ulbrich 
Gefördert durch die Staatskanzlei des Freistaates Sachsen, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden. 

Zum Film:
https://vimeo/92217737 

„Was bleibt – Architektur der Nachkriegsmoderne in Dresden“

2009, 60 min 
Regie: Susann Buttolo und Ralf Kukula, Dokumentarfilm 
Kulturpalast, Rundkino, Centrum-Warenhaus oder „Fresswürfel“. Wer kennt Sie nicht, jene Bauten, die die Sechziger und Siebziger Jahre in Dresden mitprägten und mit vielen Dresdner Biografien und Erinnerungen verknüpft sind. Doch welche Ideen und Menschen standen hinter jenen Planungen und Entwürfen, die das Bild der heutigen Stadt noch immer prägen? Der einstündige Dokumentarfilm geht den Spuren nach, zeigt die Bauten, ihre Macher und ihre Kritiker. 
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Dresdner Stiftung für Kunst und Kultur der Stadtsparkasse Dresden. 

„Das Grüne Gewölbe – Die Wiedergeburt der Sächsischen Schatzkammer“

2007, 105 min 
Regie: Ralf Kukula, Dokumentarfilm 
1986 begann der Wiederaufbau des Dresdner Schlosses – der legendären Heimstatt zur „Geheimen Verwahrung des Grünen Gewölbes.“ Die gesamte Bauzeit dokumentierte ein Kamerateam. Aus diesem Fundus entstand dieser ungewöhnliche Film über das Grüne Gewölbe: Europas älteste und reichste Pretiosen-Sammlung. 
Entstanden in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium der Finanzen. 

„Das neue Dresden – Auf den Spuren eines Verlustes“

2006, 60 min 
Regie: Ralf Kukula, Dokumentarfilm 
Die Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945 stellte die größte Zäsur in der Geschichte der Stadt dar. Die Bewältigung ihrer Folgen überforderte Politiker, Architekten und Stadtplaner gleichermaßen. Der zögerliche Wiederaufbau, bei dem es sowohl an Geld als auch an fähigen Köpfen mangelte, veränderte das Gesicht der Stadt gravierend... Das neue Dresden wurde zu einer Stadt der verlorenen Orte, der verlorenen Straßen und Plätze. 
Eine Gemeinschaftsproduktion der Balance Film GmbH mit der Landeshauptstadt Dresden – Amt für Kultur- und Denkmalschutz sowie dem Veranstaltungsbüro 2006. Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. 

„Klang-Rausch-Ekstase“

2005, 60 min 
Regie: Eduard Schreiber, Dokumentarfilm 
Der Zusammenschluss von vier Dresdner Malern im Jahr 1905 zur Künstlergruppe „BRÜCKE“ war einer der Meilensteine zur Herausbildung des Expressionismus. Der Dokumentarfilm würdigt die Gruppe anlässlich ihres 100. Gründungsjubiläums. 
In Koproduktion mit dem MDR. Gefördert durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung im Freistaat Sachsen und die Ostsächsische Sparkasse Dresden. 

„…man spart sich den Weg nach Venedig – kleine Friedrichstädter Flutgeschichten“

2003, 20 min 
Regie: Ralf Kukula, Dokumentarfilm 
Der Film dokumentiert den Zeitraum von der Nacht des 13. August 2002, als die Fluten der Weißeritz den Dresdner Stadtteil Friedrichstadt verschlangen bis zu den Aufräumarbeiten nach dem Rückzug des Elbehochwassers eine Woche später. Zehn individuelle Geschichten zeigen die tragikkomische Seite einer unerwartet hereingebrochenen Naturkatastrophe. 

Kleine Friedrichstädter Flutgeschichten
„Theater mit Propeller“

2002, 45 min 
Regie: Henrike Sandner, Dokumentarfilm 
Ein Film über die Theatergruppe „TITANIC“, die voller Leidenschaft Luftschlösser baut. Es ist ein Film über Spinner und Bruchpiloten. Über den Traum vom Fliegen und die mitunter unsanfte Landung mitten im Leben. 
Gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. 

„Die Legende vom Goldbroiler“

2002, 28 min 
Regie: Ralf Kukula, Reportage 
Der Film ist eine Spurensuche: Unterwegs nach der Antwort auf die Gewissensfrage nach dem kleinen Unterschied zwischen dem „goldenen Broiler“ und dem „gemeinen Grillhähnchen“. 
Entstanden im Auftrag des MDR. 

„Die Befreiung des Körpers“

2000, 54 min 
Regie: Norbert Göller, Dokumentarfilm 
Die Geschichte der Rhythmischen Gymnastik. Der Schweizer Musikpädagoge Emil-Jaques-Dalcroze entwickelte diese Vision von der „Befreiung des Körpers“ Anfang des Jahrhunderts. Sie fand ihren Höhepunkt in Hellerau bei Dresden in den Jahren 1909 bis 1914. Im Zentrum des Films steht die agile 101-jährige Edith Naef aus Genf, eine der ersten Tanzschülerinnen von Dalcroz, die noch heute nach dieser Methode unterrichtet. Auch die international anerkannte Londoner Tanzpädagogin Karin Greenhead setzt diese Vision mit Studenten in der Gegenwart um. 
Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. 

„Die letzte Prinzipalin – Trude Stosch Sarrasani“

1999, 30 min 
Regie: Sybille Muth, Dokumentarfilm 
Dieser Film ist ein Portrait über die Faszination des Zirkus in den zwei Städten Buenos Aires und Dresden. Ein Portrait über ein von Höhen und Tiefen gezeichnetes Leben zwischen Elbe und Rio de Plata, getragen von dem Wunsch der Wiedergeburt des Unternehmens Sarrasani in seiner Geburtsstadt Dresden. 
Entstanden im Auftrag des MDR, Landesfunkhaus Dresden. 

„Unter Wolfsmenschen – Unterwegs zu Curt Siodmak“

1998, 45 min 
Regie: Ralf Kukula, Dokumentarfilm 
„Und alle meine Sachen haben eine Idee gehabt. Der Schauspieler könnte nichts schauspielern, wenn nicht jemand etwas geschrieben hätte. Das Orchester könnte nichts spielen ohne den Mann, der die Musik geschrieben hat. Alles kommt von der Idee.“ Curt Siodmak 1998 
Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM). 

„Der Magier Hans Poelzig – Portrait eines Architekten, Malers und Bühnenbildners“

1998, 45 min 
Regie: Norbert Göller, Dokumentarfilm 
Der Film verfolgt die Spuren einer legendären Persönlichkeit der 20er Jahre von Breslau über Dresden nach Berlin. 
Gefördert durch die Sächsische Landesmedienanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Besonderer Dank für die freundliche Unterstützung gilt der Familie Poelzig, dem Deutschen Filmmuseum und der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt/Main, dem Bauarchiv Breslau, Heike Hambrock-Abicht und dem Volker Schlott-Trio. 

Der Magier Hans Poelzig
„Mythos B“

1997, 30 min 
Regie: Ralf Kukula, Reportage 
Auf den Spuren des Bandeneons, dem Instrument des Tangos, zwischen Carlsfeld, Hamburg und Buenos Aires. 
Entstanden im Auftrag des MDR, Landesfunkhaus Dresden. 

„Hans Erlwein – Architekt der einfühlsamen Moderne“

1997, 36 min 
Regie: Norbert Göller, Dokumentarfilm 
Der Stadtbaurat Hans Erlwein wirkte von 1899 bis 1905 zunächst in Bamberg und später in Dresden, wo er bis zu seinem frühen Tod 1914 eine reiche Bautätigkeit entfaltete. Er baute alles, was die expandierende Großstadt der Jahrhundertwende brauchte: Schlachthöfe, Kliniken, Elektrizitätswerke, Speicher, Gasbehälter, Wasser- und Klärwerke, Feuerwachen, zahlreiche Schulen und Wohnbauten, aber auch Brunnen und Bedürfnisanstalten. Der Film versucht eine Einordnung Erlweins in die deutsche Baugeschichte – als Pionier des Stahlbetonbaus und bedeutender Vertreter der malerischen Stadtbildplanung. 
Gefördert durch die Sächsische Landesmedienanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Besonderer Dank für die freundliche Unterstützung gilt dem Stadtarchiv in Bamberg und der Bildstelle des Stadtplanungsamtes in Dresden. 

„Der Tanzmeister lässt bitten“

1995, 30 min 
Regie: Marion Rasche, Reportage 
Ballsäle erzählen Geschichten aus einer vergangen Zeit. Es gibt noch einige Dresdner, die in ihrer Jugendzeit über das Parkett der Dresdner Ballhäuser geschwebt sind und im Film von unvergesslichen Erlebnissen berichten. Ergänzt wird der Film durch das Buch „Ballhäuser in Dresden“ (Neuauflage 2007) und eine gleichnamige Panoramafotoausstellung. 
Entstanden im Auftrag des MDR. 

„Hellerau – Ein Festspielhaus sucht eine Zukunft“

1995, 17 min 
Diesen Film gestalteten: Ralf Kukula, Thomas Claus, Alexander Preuß, Joachim Gehlken, Regine Nestler, Friederike Möckel 
Folgende Projekte werden in Ausschnitten gezeigt: 
„Die Fruchtbarkeitstänzer“ 
Holger Friedrich, Martina Couturier, Christian-Maria Göbel, Gabriele Hänel, Jürgen Kurz 
„Lichtspieltraum“ 
Von der Auflösung des Lichts und der Seele der Kinematographie 
Um Welt Film, Berlin 
„Kluft“ 
Eröffnungsperformance der 4. Internationalen Tanzwoche 
tatoeba – Theatre Danse Grotesque 
Eine Balance Film Produktion im Auftrag der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. 

„Schlachthof“

1994, 10 min 
Regie: Ralf Kukula, Fotocollagefilm 
Essen gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Die Zeiten, als noch jeder mit Pfeil und Bogen seinem Abendbrot hinterher jagte, sind vorbei. Der Weg von der tierischen Kreatur zum Döner, Big Mac oder Schnitzel verläuft weit weg von uns. Örtlich und geistig. In Dresden baute man zu Beginn des letzten Jahrhunderts den Schlachthof deshalb auch am Rande der Stadt. Weitab von den Augen der Feinschmecker wurden dort einstmals über 3500 Viecher am Tag dahingestreckt und verwurstet. Inzwischen wird schon lange nicht mehr geschlachtet, und weite Teile des Geländes sind verlassen und verfallen. Vergänglichkeit im doppelten Sinn. 
Der Film wurde gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, das Kulturamt der Stadt Dresden und die Stiftung Kulturfonds Berlin. 

Schlachthof Dresden